Microsoft’s Datenkrake Windows 10 bändigen

Windows 10 ist da. Seit einem Monat kann man das neue Windows kostenlos runterladen und installieren, sofern man bisher Windows 7 mit Service Pack 2 oder Windows 8.1 mit automatischem Update auf seinem PC oder Laptop einsetzt. Das kostenlose Angebot gilt bis Juni 2016. Es eilt daher nicht, rasch auf die neue Version umzusteigen. Ein oder zwei Monate sollte man schon noch warten, bis man den Umstieg vollzieht. Die eine oder andere Ungereimtheit müsste bis dahin verschwunden sein, auch wenn man fairer Weise sagen muss, das neue Windows fühlt sich schon ganz gut an. Und so ganz dicke Fehlerbrocken wurden (zumindest bei meinen Umstellungen) nicht entdeckt. Ziemlich alles, was unter Windows 7 oder Windows 8.1 läuft, scheint auch klaglos unter Windows 10 zu laufen. Wer also glaubt, gar nicht mehr warten zu können, nun ja, der kann den Umstieg wagen. Aber wie schon gesagt, es eilt wirklich nicht. Geduld zahlt sich aus.

Allerdings mehren sich sowohl in der Presse als auch im Internet die Meldungen und Berichte, dass es Microsoft bei dem neuen Betriebssystem Windows 10 mit der Datensammelei von Benutzerdaten übertreibt. Hier ein kurzer Überblick wie man beim Update von Windows 7 oder Windows 8.1 auf Windows 10 oder bei einer Neuinstallation von Windows 10 es vermeiden kann, dass Windows 10 zu viele Benutzerdaten an Microsoft überträgt. Es gibt dazu auch eine ganze Anzahl nützlicher Tipps und Anleitungen im Internet, wie man diese Sammelwut einschränken kann (z.B. bei Heise).

Prinzipiell sollte man die während des Updates oder der Neuinstallation im Bildschirm „Schnell einsteigen“ nicht den Punkt „Express-Einstellungen verwenden“ auswählen. Denn genau in diesem Fall werden von Windows 10 jetzt und in Zukunft viele Benutzerdaten an Microsoft übertragen, von denen man (eventuell) meint, dass sie Microsoft (und seine Partner) nichts angehen. Besser ist es, den etwas kleiner dargestellten Punkt „Einstellungen anpassen“ auf der Seite links unten anzuklicken. Auf den folgenden Bildschirmen mit der Überschrift „Einstellungen anpassen“ sollte man dann alle Einstellungen, die auf „Ein“ stehen durch einfaches Anklicken auf „Aus“ stellen.

Aber Achtung: Je nach Bildschirmgröße bzw. Auflösung werden eventuell nicht alle Einstellungsmöglichkeiten sofort angezeigt. Microsoft hat es vergessen (oder unterlassen), einen Scrollbalken rechts außen anzuzeigen, wenn nicht alle Punkte auf eine Bildschirmseite passen. Man muss mit dem Mauszeiger in den Text hineinfahren, damit der Scrollbalken eingeblendet wird. (Dieses Manko gibt es übrigens noch an verschiedenen anderen Stellen innerhalb von Windows 10! Daher immer mal mit dem Mauszeiger in den Text fahren, um zu sehen, ob nicht doch ein Scrollbalken vorhanden ist).

Wurde im Eifer des Gefechtes beim Update oder der Neuinstallation doch der Punkt „Express-Einstellungen verwenden“ angeklickt, dann muss man nicht unbedingt in Panik geraten. Auch später noch, wenn die Installation abgeschlossen ist, kann man der Sammelwut von Microsoft noch Einhalt gebieten. Allerdings geht es nicht ganz so leicht wie direkt beim Update bzw. der Installation. Weitergehende Informationen dazu z.B. bei Heise weiter hinten im Artikel unter „Datenhahn zudrehen“.

Noch ein Hinweis für alle Clubmitglieder: auf Laptop 9 ist inzwischen Windows 10 installiert. Wer also vorab mal sehen möchte, wie Windows 10 aussieht und es sich anfühlt, der kann an den folgenden Freitagen gerne mal einen Blick drauf werfen.

Zweiter Hinweis für Clubmitglieder : im internen Bereich unserer Homepage stehen mehrere Artikel, in denen der Upgrade von Windows 7 oder Windows 8.1 auf Windows 10 ausführlich beschrieben wird.

Henning Hilmer, 02.10.2015